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  • Fabian Kremser

Schlaf

Mit den immer kürzer werdenden Tagen nimmt die Dunkelheit einen immer grösseren Teil dessen ein, was wir als "Tageszeit" bezeichnen.

Im Winter kennen das Viele: es ist dunkel, wenn man aufsteht und auch, wenn man Abends nach Hause kommt. Die Zeit, in der es hell ist, verbringt man meistens bei der Arbeit und bekommt darum nur bedingt viel von mit.


An sich sollte es doch in diesen Jahreszeiten dann ein Leichtes sein, genug und gut zu schlafen, denn gemäss diversen Ratschlägen und Untersuchungen ist die Dunkelheit ein wichtiger Bestandteil von gutem Schlaf. Nur... warum schlafe ich dann so schlecht?


Tatsächlich schon seit einer ganzen Weile. Als Kind konnte ich oft nicht einschlafen, weil ich Angst davor hatte, wieder aufzuwachen. Heute schlafe ich oft zwar schnell ein, wache dann aber mitten in der Nacht wieder auf und liege lange im Dunkeln, ohne dass ich wieder Wegdriften könnte. Das Resultat: wenn ich dann endlich aufstehe, bin ich müder als am Abend davor, Erholung ist etwas anderes.


Okay, nun könnte man ganz einfach den Volksmund zitieren und mit Dingen wie "Schlaf ist überbewertet" und "schlafen kannst du, wenn du tot bist" um sich werfen, doch mal im Ernst: dass das Blödsinn ist und alles andere als cool, braucht nicht extra erwähnt zu werden, oder?


Gerade im Sport ist Schlaf etwas vom Allerwichtigsten, wenn es um die Erholung geht. Guter, ausreichender Schlaf hilft bei der Regeneration selbst auf zellulärer Ebene. Fehlt er, kann das zu Konzentrationsschwierigkeiten führen, Herzrhythmusstörungen, hohem Blutdruck. Natürlich gibt es gegen all das Medikamente und es ist auch nicht immer deutlich und klar ersichtlich, woher solche Probleme stammen, doch ist der Schlaf ein Thema, mit dem man sich als Athletin oder Athlet unbedingt auseinander setzen sollte.

Ein weiterer Punkt ist das Immunsystem. Das fährt ganz einfach herunter, wenn man nicht genügend schläft und macht einen anfälliger für Krankheiten, Erkältungen und Verletzungen. Die Cortisolwerte steigen, die Entzündungen im Körper ebenfalls und das mit der Erholung ist einmal mehr so eine Sache für sich.


Vor ein paar Tagen habe ich hier geschrieben, dass ich in der Regel einmal pro Jahr etwas krank werde und so ganz blieb ich auch diesmal nicht verschont. Dabei hatte doch alles so gut angefangen? Ich bin drei, vier Tage hintereinander morgens um 5 aufgestanden, sass um 6 auf dem Rad, war um 8 im Büro oder um 10 im Labor, ass gut und pünktlich zu Mittag, gab mir dann eine zweite Trainingseinheit, arbeitete nochmals im Büro...


..nur leider, und da muss ich ehrlich mit mir selbst sein, verpasste ich es, auch entsprechend früh zu Bett zu gehen. Und damit gab es eigentlich ab dem ersten Tag einen sich beständig akkumulierenden Schlafmangel, der mich dann irgendwann aus der Bahn warf. Dazu kann ich nur eines sagen: selber schuld. Wie sagt man so schön: mal gewinnst du, mal lernst du.


Nun, ich habe gelernt und beginne ab sofort mein Projekt "Schlaf 2.0". Oder so. Dabei geht es mir nun in erster Linie um Folgendes: ich weiss, dass der Schlaf einer meiner Schwachpunkte ist, gleichzeitig aber auch, dass ich dieses Problem lösen kann. Also versuche ich nun einmal herauszufinden, wie das geht.


In diesem Sinne: gute Nacht!


Herzlich,

Fabian


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