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  • Fabian Kremser

Von Energien: der Körper

Okay, das klingt eingangs etwas sphärisch. Dabei habe ich mir in den letzten Tagen ganz einfach einmal ein paar Gedanken zu genau diesem Thema gemacht: Was hat es mit Energie eigentlich auf sich?

Vielleicht kennt ihr das: es gibt Tage, an denen ihr morgens aufwacht, mit Schwung aus dem Bett kommt und sofort wisst: heute wird ein guter Tag. Die Energie stimmt einfach, euer Körper ist in Topform und nichts kann euch aufhalten. Und keine 24 Stunden später erlebt ihr dann das genaue Gegenteil: ihr könnt kaum aufstehen, kommt mit Ach und Krach aus dem Bett, die Laune ist mit anderen Leichen im Keller und alles in allem wird schnell klar: das wird kein guter Tag.


Woran liegt das? Was löst es in uns aus, dass wir und rein körperlich mal voller Energie und Kraft, mal komplett ausgelaugt fühlen?


Der Teil in mir, der sich regelmässig mit Wissenschaftlichen Untersuchungen zu all diesen Themen befasst, ist fasziniert und auf der Suche nach einer mechanischen Lösung. Was ist das Zünglein an der Waage? Sind es Nährstoffe, ist es der Schlaf, ist es die Ernährung allgemein? Ist es zu viel oder zu wenig Bewegung, zu viel Zeit am Bildschirm? Was fehlt?


Auf der anderen Seite steht der Teil, der das alles selber wieder und wieder erlebt, was das ganze ein wenig Schizophren werden lässt. Einerseits sucht man rational, findet aber nichts, andererseits muss man das Ganze auch emotional abhandeln, um nicht darin unterzugehen.


Leider habe ich bisher noch kein Patentrezept, geschweige denn eine Methode gefunden, die hier Abhilfe schafft. Das Problem dürfte sein, dass diese Wechsel bei Weitem nicht nur von einem Faktor abhängen. Selbst wenn wir das alles zunächst nur auf den Körper beziehen und es rein physisch und mechanisch ansehen...


Oh ja, die Ernährung spielt eine Rolle. Eine grosse sogar. Doch abgesehen davon, dass man schlecht schläft, wenn man einmal überdurchschnittlich schwer isst und das eventuell auch noch später tut als gewohnt (oder alles umgekehrt) lässt sich punktuell nur sehr wenig sagen.


Also der Schlaf? Ja, der ist sicher von grosser Bedeutung. Doch auch hier: weder kann man schlechten Schlaf direkt nur auf ungewohnte Ernährung zurückführen noch ist er der einzige Grund für viel oder wenig Energie. Wer schon einmal nach einer durchwachten Nacht am Folgetag komplett einsatzbereit und sogar fit war, weiss, wovon ich rede. Mein erster Ironman als lizenzierter Profi war zum Beispiel so eine Geschichte... in dieser Nacht schlief ich keine Minute und lieferte am kommenden Morgen die beste Leistung meines bisherigen Lebens ab.


Nährstoffe? Phu, da kommen wir sofort in vermintes Gebiet, das eigentlich in den Kommentarspalten (sprich, von absoluten Experten) besprochen werden sollte. Denn hier sind ja bekanntlich alle perfekt versorgt und abgedeckt. Lassen wir das also vorerst einmal weg. Zusammengefasst lässt sich auch hier sagen, dass das mit Sicherheit nicht der einzige Grund ist, weshalb kurzfristig Dinge aus der Balance geraten. Auch zu viel Zeit am Bildschirm ist es wohl nicht, auch wenn das mit Sicherheit einen grossen Teil dazu beiträgt.


Woher kommt also die Energie?


Meine Theorie ist hier, dass vor allem die Macht der Gewohnheit darauf Einfluss hat. Denn: unsere Gewohnheiten formen uns so sehr wie sonst nichts. Und sind sie tendenziell von einer Art, die begünstigt, dass wir positiv, voller Energie und gesund durchs Leben gehen, kann uns eine Abweichung davon einen schlechten Morgen oder auch Tag bescheren. Und umgekehrt. Sind wir permanent schlechter Laune, sehen nur das Negative und suchen nach Gründen für unser Unwohlsein, werden wir genau das permanent finden. Und es kann vorkommen, dass ein positiver Ausrutscher auf einmal dazu führt, dass wir einen tollen Tag haben.


Das Problem bei dem ganzen? Sehr selten reicht ein einzelnes Erlebnis aus, um unsere Gewohnheiten zu beeinflussen oder uns dazu zu bewegen, etwas in unserem Leben zu verändern. Das braucht am Ende etwas anderes. Oder: mehrere, andere Dinge. Doch das ist ein Thema für ein andermal.


Herzlich,

Fabian


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