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The world is wide.

Swim it.

Ride id.

Run it.

  • Fabian Kremser

Selbstständig. Selbst. Ständig.

Als Sportler zum Geschäftsmann (oder zur Geschäftsfrau) zu werden ist empfehlenswert. So weit, so gut. Doch was heisst das konkret?

Ich bin selbstständig. Ich habe 2011 die Einzelfirma "Tricademy - School of Movement by Fabian Kremser" gegründet und dieses Jahr, 2021, gemeinsam mit meinem Geschäftspartner Patrick die Tricademy - School of Movement GmbH. Wir sind eine Coaching- und Diagnostikfirma mit eigenem Labor und ich kann als CEO, Headcoach und leitender Diagnostiker sagen: Ich habe meinen absoluten Traumjob, kann jeden Tag das tun, was ich am liebsten mache und brenne auch nach gut 10 Jahren so sehr für meine Arbeit, dass ich kaum mal einen Tag ohne sie sein will.


So sollte es sein und ich bekomme dafür hin und wieder auch etwas Anerkennung. Was mir eigentlich egal ist, denn ich mache das ja nicht, um irgendwen zu beeindrucken. Dennoch ist es schön. Was aber gerne einmal ausser Acht gelassen oder schlicht von Anfang an ignoriert wird ist, dass auch ich einmal irgendwo angefangen habe. Und, du meine Güte, was war das für ein Anfang.


Das Wort "selbstständig" setzt sich zusammen aus den Worten "Selbst" und "Ständig". Und ja! Das kann ich absolut unterschreiben. In dem Moment, in dem ich mit meiner kleinen Firma damals den Coachingbetrieb aufnahm hiess es bei mir: 24/7/365. Urlaub gab es nicht, jeder Tag, an dem ich mich hängen liess, wurde übermässig teuer und die Finanzen stimmten so selten, dass ich oft nahe am Aufgeben war. Wäre ich nicht ein so verdammt sturer Esel, hätte ich as vermutlich auch getan. Doch da ich auch von Anfang an eine ganze Herde von Jüngern hatte, die mir episches Scheitern und feurigen Untergang prophezeiten, hatte ich mein Ceterum Censeo und arbeitete bis zum Umfallen. Wörtlich.


Doch ich überlebte. Und dann war es nicht mehr nur ein Überleben, sondern ein Existieren. Und das wird unterdessen mehr und mehr zum LEBEN.


In diesen Jahren habe ich gelernt. Und zugesehen. Denn: in meinem Umfeld gab und gibt es viele, die mit der Selbstständigkeit liebäugeln. Und das tun sie so, wie man es eben tut: man stellt sich seine eigene kleine Oase der leidenschaftlichen Arbeit vor, in der man bei gemütlichem Licht seinen liebsten Hobbies föhnen darf und noch dazu dafür bezahlt wird. Das ist ein absolut tolles Bild und dieser Traum sollte das sein, was man verfolgt. Nur... die Realität sieht leider in den allermeisten Fällen erst einmal ganz, ganz anders aus. Denn der Weg dorthin ist weit. Und mit Dornen gepflastert.


Das ist der Augenblick, in dem die meisten, die mich hier um Rat fragten, wieder abgehängt haben. Irgendwie will so niemand hören: Das wird hart, du wirst so hart und so viel arbeiten wie noch nie zuvor in deinem Leben und du wirst Zeiten haben, in denen du dich zwischen Zahnpasta, Duschgel und einem Laib Brot entscheiden musst. (Okay, das ist etwas krass ausgedrückt, doch hinter dem Grundgedanken stehe ich voll und ganz).


Dann war die Reaktion meistens: Hm, okay. Und ich konnte ihre Gedanken SEHEN: Was weisst den du schon...


Drei, vier Monate später war der Traum aus, die Idee wieder weg, die Motivation dahin und die Erklärung: Hm, ja, weisst du, es war wohl doch nicht das Richtige.


Übersetzt auf Deutsch: Du hattest recht, ich mag's nicht zugeben und unterm Strich mochte ich mir die Arbeit nicht machen, also bin ich lieber weiterhin eher unzufrieden, dafür aber in meiner Komfortzone.


Fakt ist: deine Komfortzone wird dich umbringen. Langsam, aber beharrlich.


Fakt ist auch: nur, weil man einen besonderen Traum hat, wird man dadurch nicht zu etwas besonderem und die allgemeinen Regeln gelten für, nun, alle: wenn du etwas willst, arbeite dafür.


Unterdessen bin ich der Meinung, dass ich mich durchaus als kompetent bezeichnen darf wenn es um das Thema des Aufbaus eines eigenen Geschäftes geht. Denn: genau das habe ich die letzten zehn Jahre getan, und zwar erfolgreich. Was braucht es dafür? Was ist wichtig?


Am Ende läuft es auf sechs Punkte hinaus. Diese hat der wunderbare Todd Burrier sehr gut zusammengefasst und ich werde mich die nächsten Tage einmal dazu äussern, sprich, diese Punkte aus meiner Sicht darstellen und besprechen. Gibt mir ein Thema zum Bloggen - und euch vielleicht ein paar Ideen? Wir werden sehen.


Herzlich,

Fabian


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