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The world is wide.

Swim it.

Ride id.

Run it.

  • Fabian Kremser

Phönix

Okay, das ist vielleicht etwas dick aufgetragen, aber sei's drum - irgendwann muss man den Schritt machen und sich neu erfinden. Oder: man DARF. Ganz einfach: "Wie der Phönix aus der Asche" klingt eben besser als: "Wie der Krebs aus dem Eimer". Darum.

Denn: Schritt 8 kann auch bedeuten, sich tatsächlich loszulösen von Dingen, die einen zurückhalten - und die richtigen Schritte zu unternehmen, um tatsächlich etwas im Leben zu verändern. Doch was sind denn die "richtigen Schritte"?


Es gibt viele. Es gibt zum einen die kleinen, die vermeintlich einfach zu unternehmen sind, die jedoch noch viel, viel leichter fallen, NICHT zu tun. Es gibt die grösseren, die relativ schnell eine ziemliche Veränderung im Leben bringen, ob das nun angenehm ist oder nicht. Und es gibt die grossen, die in erster Instanz beängstigend oder gar Panik erzeugend sind, sich langfristig aber in den aller- allermeisten Fällen hundertfach auszahlen.


Kleine Schritte können sein: den Wecker 10 Minuten früher stellen und sich antrainieren, ihn nur noch einmal abzuschalten. Das Telefon einmal am Tag für 15 Minuten in den Flugmodus zu setzen. Im Supermarkt die Treppe zu nehmen anstelle des Lifts. Und so weiter... Kleine Kiesel, die man in einen grossen Teich wirft, schlagen immer grösser werdende Wellen.


Grössere Schritte können daraus bestehen, dass man tatsächlich eine Stunde früher aufsteht. Dass man anstelle des Fernsehers eher ein Buch zur Hand nimmt. Dass man Salat isst anstatt frittiertes. Dass man dreimal die Woche eine Stunde zügig geht.


Und die ganz grossen Schritte... dafür braucht es in der Regel einen klaren Moment, in dem man sagt: es REICHT! In dem man sich nicht nur vornimmt, die Krebse, die einen im Eimer behalten wollen, abzuschütteln, sondern in dem man es auch tut.


Sie geschehen meist letzten Endes impulsiv... und können unendlich grosse Ausmasse annehmen, ebenso auch ihre Konsequenzen. Grenzen? Gibt es hier keine.


Hier kann es geschehen, dass man seine Partnerin oder seinen Partner verlässt. Dass man sich von seiner Familie verabschiedet. Dass man den Job kündigt. Dass man in eine neue Stadt zieht. Dass man auswandert.


Und ja! Auch hier werden die Krebse im Eimer aktiv versuchen, einen zurück zu halten. Erst recht! Der Unterschied besteht darin, dass man sie schlicht nicht mehr lässt. Man nimmt ihnen ganz einfach - wobei, einfach ist es nie - die Macht über einen selbst.


Es wird Anschuldigungen geben, teils wüste Vorwürfe. Wie kannst du dich nur von deiner Familie abwenden? Wie kannst du mich verlassen, nach allem, was ich für dich getan habe? Wie kannst du der Firma nur so in den Rücken fallen, nachdem wir dich so viele Jahre lang aufgebaut haben?


Nun...


..."Familie" ist ein Begriff, der mehr umfasst als Blutsverwandtschaft und nur die Tatsache, dass man mit jemandem verwandt ist, heisst nicht, dass man dieser Tatsache sein ganzes Leben unterordnen muss. Schlicht und einfach: NEIN.


...nach allem, was man für einen Partner oder eine Partnerin getan hat? Da wäre es nicht schlecht gewesen, wenn man klar gemacht hätte, dass Bedingungen an alles geknüpft sind, bevor man agierte. Bedingungslose Liebe sollte immer genau das bleiben: bedingungslos. Und nicht: ich mache XY für dich, dafür bleibst du bei mir... auch hier: einfach NEIN.


...jede Firma gibt einen Arbeitsvertrag aus. Und niemand würde jemals einen unterschreiben, in dem steht: Du lernst hier deinen Beruf, ihn auszuüben und zu meistern, und im Gegenzug bleibst du bis zum Sankt Nimmerleinstag in der Firma. NEIN. Hier geht es darum, dass man seine Lebenszeit gegen Geld eintauscht, und wenn man ein besseres Geschäft wittert...


Die Frage "Wie kannst du nur" wird oft gestellt. Und auch in meinen Coachings habe ich hier immer nur die eine Antwort, die letzten Endes alles sagt:


...in dem ich mich FÜR mich entscheide. Das ist etwas anderes, als mich GEGEN dich zu entscheiden. SO kann ich.


Herzlich,

Fabian


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